Letztes Update am Fr, 09.11.2018 16:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Büste für deutschen „Einheits“-Kanzler Helmut Kohl in Berlin enthüllt



Berlin (APA/dpa) - Am 29. Jahrestag des Mauerfalls ist in Berlin eine Büste für den früheren deutschen Kanzler Helmut Kohl enthüllt worden. Die Ehrung für den 2017 verstorbenen CDU-Politiker geht auf eine Initiative der privaten Ernst-Freiberger-Stiftung zurück.

Zu der Zeremonie am Ufer der Spree kam am Freitag auch der frühere Finanzminister Theo Waigel, der zur Zeit des Mauerfalls 1989 und weit über die deutsche Wiedervereinigung 1990 hinaus zur Regierung Kohl gehörte.

Ohne einen Schuss sei Deutschland vereint und souverän worden, die russischen Truppen abgezogen und die Länder in Mittel- und Osteuropa wieder Teil einer Europäischen Union, sagte der frühere CSU-Politiker. Ohne Kohl wäre das nicht gelungen.

Die Berliner CDU teilte mit, sie setze sich weiter für die Ehrung und Benennung eines prominenten Berliner Ortes nach dem „Kanzler der Einheit“ ein. Doch der rot-rot-grüne Senat ergreife nicht die Initiative, während sich Private engagierten.

Auf einer Bronzeplatte auf dem Sockel der Büste, die von der Berliner Bildhauerin Christine Dewerny geschaffen wurde, wird ein Ausspruch von Kohl zitiert: „Mein Ziel bleibt - wenn die geschichtliche Stunde es zulässt - die Einheit unserer Nation“. Laut Stiftung ist es das letzte in einer Reihe von jetzt elf Denkmälern, mit denen Persönlichkeiten für ihre Leistungen in Wissenschaft, Kultur und Politik gewürdigt werden. Darunter seien Albert Einstein, Ludwig Erhard, Thomas Mann, Walther Rathenau, Ludwig Mies van der Rohe, Konrad Zuse und Käthe Kollwitz.




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