Letztes Update am Fr, 09.11.2018 17:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Spionagefall - Russland: Beziehungen zu Österreich „erschwert“



Moskau/Wien (APA) - Das russische Außenministerium beklagt das Vorgehen Österreichs im Fall des Bundesheer-Offiziers, der für Russland spioniert haben soll. Die „von Wien unternommenen Schritte“, die auf „unbewiesenen Verdächtigungen“ basierten, hätten zu einer „Erschwerung unserer Beziehungen geführt“, erklärte das Ministerium am Freitagabend in einer Aussendung.

Dies sei insofern bedauerlich, als sich die Beziehungen zwischen Moskau und Wien „bis zuletzt durch eine positive Dynamik ausgezeichnet“ hätten, heißt es in dem Schreiben weiter. Kritik übte das russische Außenamt auch daran, wie der Vorfall von der österreichischen Regierung kommuniziert wurde. Man sei nicht „über bewährte Kanäle des Dialogs“ in Kontakt getreten, sondern habe „auf sensationalistische Weise Informationen an Medien gespielt“.

Mit der öffentlichen Aufforderung an Russland, Erklärungen abzugeben, hätten die österreichischen Partner leider zu einer von vielen westlichen Staaten praktizierten Methode gegriffen, klagte das Außenministerium. Österreichs Botschafter Johannes Eigner sei am Freitag im russischen Außenministerium über das russische Unverständnis diesbezüglich informiert worden.




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