Letztes Update am Fr, 09.11.2018 18:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Jihadistenmiliz IS reklamiert Häftlingsmeuterei für sich



Duschanbe (APA/AFP) - Drahtzieher der Häftlingsmeuterei in einem Hochsicherheitsgefängnis in Tadschikistan mit mindestens 26 Toten ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein früheres Mitglied der Jhadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Der Mann sitzt in der Haftanstalt in Chudschand ein, laut einem Insider habe er einen Gefangenenausbruch auslösen wollen. Der IS bekannte sich über sein Sprachrohr Amaq zu der Meuterei.

Der Versuch scheiterte, weil Sondereinsatzkräfte die Lage in der Haftanstalt unter Kontrolle brachten. Die Meuterer setzten am Mittwoch und Donnerstag den Angaben zufolge Werkzeuge aus einer Gefangenenwerkstatt als Waffen ein. Unter den Toten - anderen Quellen zufolge waren es 28 - befanden sich ein Wärter und ein Soldat.

Das Gefängnis im Norden der zentralasiatischen Republik ist für tausend Häftlinge ausgelegt. Unter den zu langen Haftstrafen verurteilten Insassen sind Mörder und Islamisten.

Bereits in der Vergangenheit war das Gefängnis in die Schlagzeilen geraten. Vor zwei Jahren waren bei einem Ausbruchsversuch ein Häftling und ein Wärter getötet worden. Nach Behördenangaben wollten sich die drei Ausbrecher damals dem IS anschließen.




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