Letztes Update am Di, 13.11.2018 15:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erneut tödlicher Autounfall mit Migranten in Nordgriechenland



Thessaloniki (APA/dpa) - Erneut ist bei der Flucht eines Schlepperautos vor der Polizei in Griechenland eine Migrantin ums Leben gekommen. Weitere neun Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Das Fahrzeug war auf dem Weg von der türkischen Grenze nach Westgriechenland. Der Fahrer habe versucht, einer Polizeikontrolle zu entkommen, berichtete das Staatsradio (ERT) am Dienstag.

Der Wagen sei von der Fahrbahn abgekommen und habe sich mehrmals überschlagen. Seit Jahresbeginn sind nach offiziellen Angaben knapp 50 Migranten bei Unfällen dieser Art in Nordgriechenland ums Leben gekommen. Darunter waren auch zahlreiche Kinder.

Fast täglich nimmt die griechische Polizei Schlepper fest, die mit Minibussen oder in Hohlräumen von Lastwagen Migranten aus der Region des griechisch-türkischen Grenzflusses Evros nach Westgriechenland bringen. In den ersten neun Monaten des Jahres sind nach offiziellen Angaben 12.000 Migranten auf dieser Route nach Griechenland gekommen.

Alle diese Migranten versuchen, nach Mittel- und Westeuropa oder nach Italien zu gelangen, ohne sich in Griechenland registrieren zu lassen. Dann könnte man sie nicht zum Beispiel von Deutschland nach Griechenland zurückschicken, da ihre Fingerabdrücke nicht in der europäischen Fingerabdruck-Datenbank Eurodac hinterlegt sind.




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