Letztes Update am So, 18.11.2018 16:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kopftuchverbot in Volksschulen - IGGÖ kritisiert „Symbolpolitik“



Wien (APA) - Scharfe Kritik an den Plänen der Regierung, ein Kopftuchverbot für Volksschülerinnen einzuführen, kommt von der Islamischen Glaubensgemeinschaft: Man lehne „Verbotspolitik auf dem Kopf von Kindern kategorisch ab“, hieß es in einer Aussendung am Sonntagnachmittag. „Diese Symbolpolitik weisen wir als kontraproduktiv und den gesellschaftlichen Frieden gefährdend zurück.“

Man appelliere an die „konstruktiven politischen Kräfte, sich von solchen populistischen Forderungen nicht blenden zu lassen“. Es gehe der Regierung nicht darum, Kindern etwas Gutes zu tun, vielmehr „will man antimuslimische Ressentiments bedienen“, befand die IGGÖ. „Kleider-Verbotspolitik“ sei bevormundend, es sei daher zynisch zu behaupten, ein solches Verbot fördere Freiheit und Autonomie.

Nur eine „verschwindend kleine Zahl“ sei betroffen, was auch daran liege, dass man sich in der IGGÖ seit Jahren damit beschäftige. Die Frage des Kopftuchtragens stelle sich für mündige Musliminnen, und „wir stehen für das Recht auf eine eigene mündige Entscheidung ein und sind prinzipiell gegen jeden Zwang“.




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