Letztes Update am Mo, 19.11.2018 10:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Pressestimmen zu Spritpreis-Demos in Frankreich 2



Paris/Zürich/Berlin (APA/AFP) - Die Demonstrationen der „Gelben Westen“ in Frankreich, die sich gegen die geplante Steuererhöhung für Kraftstoffe und die Politik von Präsident Emmanuel Macron richten, kommentiert die linksorientierte Tageszeitung „L‘Humanité“ aus Frankreich am Montag:

„Viele von denen, die gelbe Westen getragen haben, halten sich von der Politik fern. Aber diese (Politik), die in den Händen der Liberalen und Oligarchen liegt, beschäftigt sich mit ihnen. Diese Bewegung, die in den sozialen Netzwerken ins Leben gerufen wurde, ist in die Arena der öffentlichen Debatte eingezogen. Um fortzubestehen, braucht sie Vorschläge für Veränderungen, um soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten - und einen ökologischen Wandel, der nicht zulasten der ärmeren Schichten geht.“

Zu den Massendemonstrationen in Frankreich vor dem Hintergrund sinkender Popularität von Staatspräsident Emmanuel Macron schreibt die sozialistische Oppositionszeitung „Duma“ in Bulgarien:

„Die (geschrumpfte) Popularität von (Emmanuel) Macron ist überhaupt nicht auf den üblichen Trend nach dem ersten Amtsjahr der französischen Präsidenten zurückzuführen. Es ist ja bekannt, dass er ein Liberaler ist und als solcher sind ihm die sozialen Probleme die letzte Sorge. Viel lieber hat er „Reformen“, von denen das Großkapital profitiert oder die zum Wachstum auf Kosten des sinkenden Lebensstandards oder sogar zur Verarmung der französischen Bürger führen. Er hat bereits Erschütterungen hervorgerufen mit den Reformen des Arbeitsmarktes, die den Unternehmen erleichtern, ihre Mitarbeiter auf die Straße rauszuwerfen (...). Wegen dieser Reformen haben die Franzosen die Straßen bereits überflutet.“




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