Letztes Update am Mo, 19.11.2018 13:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: ÖFB-Länderspielbilanz 2018 technisch 2



Wien (APA) - ÖFB-Teamchef Franco Foda bot in den elf Länderspielen 2018 insgesamt 30 Akteure auf. Marko Arnautovic und Martin Hinteregger verpassten mit je zehn Einsätzen jeweils nur ein (Test)-Match. Der Stürmer das 0:2 in Dänemark, der Abwehrspieler das 4:0 in Luxemburg.

Arnautovic, der mit vier Toren Topscorer des ÖFB-Teams 2018 war und nun bei insgesamt 20 Treffern hält, hat nun mit 77 Auftritten als Neunter der ewigen Ehrenliste „Denkmäler“ wie Friedl Koncilia, Bruno Pezzey (je 84) und Herbert Prohaska (83) in unmittelbarer Reichweite. Rekord-Nationalspieler Andreas Herzog (103) ist allerdings noch 26 Einsätze entfernt.

Die Einsatz-Bilanz:

10 Spiele: Marko Arnautovic (West Ham) 5 x ausgetauscht, 1 x eingewechselt

Martin Hinteregger (Augsburg) 1 a

9 Spiele: Guido Burgstaller (Schalke) 3 a, 5 e

Aleksander Dragovic (Leicester/Leverkusen) 1 a, 2 e

Stefan Lainer (RB Salzburg) voll

Sebastian Prödl (Watford) 2 a

Alessandro Schöpf (Schalke) 7 a, 2 e

Peter Zulj (Sturm Graz) 3 a, 3 e

8 Spiele: David Alaba (Bayern München) 2 a, 1 e

Stefan Ilsanker (Leipzig) 2 a, 3 e

Heinz Lindner (Grasshoppers) voll

Xaver Schlager (Salzburg) 3 a, 4 e

Valentino Lazaro (Hertha BSC Berlin) 3 a, 1 e

7 Spiele: Julian Baumgartlinger (Leverkusen) 2 a

Florian Grillitsch (Hoffenheim) 5 a, 2 e

Florian Kainz (Bremen) 3 a, 4 e

6 Spiele: Michael Gregoritsch (Augsburg) 3 a, 3 e

5 Spiele: Luis Schaub (Rapid/Köln) 2 a, 3 e

Andreas Ulmer (Salzburg) 1 e

4 Spiele: Marcel Sabitzer (Leipzig) 2 a, 2 e

3 Spiele: Stefan Hierländer (Sturm) 3 e

2 Spiele: Moritz Bauer (Stoke City) 1 e

Marc Janko (Lugano) 2 e

Jörg Siebenhandl (Sturm) voll

1 Spiel: Deni Alar (Sturm/Rapid) 1 e

Kevin Danso (Augsburg) 1 e

Richard Strebinger (Rapid) voll

Gernot Trauner (LASK) 1 e

Kevin Wimmer (Hannover) 1 e

Maximilian Wöber (Ajax) 1 e

Foda ließ heuer sechs Spieler debütieren und hat nach Deni Alar und Stefan Schwab (jeweils 2017 gegen Uruguay) nun schon acht Akteuren zum Teamstart verholfen. Andere wie z.B. Cican Stankovic (Salzburg), Marvin Potzmann (Rapid), Thomas Goiginger (LASK) wurden schon in den Kader einberufen, aber noch nicht eingesetzt.

Die 6 Debütanten 2018:

Schlager spielte erstmals gegen Slowenien, kam da in der 90. Minute für Baumgartlinger. Siebenhandl (von Beginn an), Hierländer (68. für Arnautovic) und Zulj (81. für Grillitsch) debütierten alle in Luxemburg. Strebinger (von Beginn an) und Trauner kamen in Dänemark (78. für Schaub) zu ihrem Premiereneinsatz.

15 Tore wurden in den 11 Spielen erzielt, der Schnitt beträgt daher 1,36. Viermal traf Arnautovic, je zweimal scorten Alaba und Schöpf, je einmal Hinteregger, Schaub sowie Gregoritsch, Grillitsch, Schlager und Lazaro. Diese vier trafen allesamt zum ersten Mal. Der Schwede Helander steuerte ein Eigentor bei.

Mit vier Assists war Arnautovic auch bei den Vorlagen die Nummer eins vor Zulj (3), Alaba und Lainer (je 2) sowie Baumgartlinger und Prödl (je 1).

Nur 2 der 15 Treffer fielen aus Standardsituationen: Alaba verwertete beim 3:0 gegen Slowenen einen Freistoß und trat den Corner, der beim 2:1 gegen Deutschland durch Hinteregger zum Ausgleich führte. Allerdings kassierte die ÖFB-Elf auch nur ein einziges Standardtor, das Jesus beim 3:0 der Brasilianer in Wien nach einem Corner zum 1:0 erzielte.

Die Österreicher überstanden das Jahr 2018 ohne Ausschluss. Gelbe Karten gab es insgesamt 15: Alaba, Baumgartlinger, Hinteregger, Prödl je 2. Arnautovic, Bauer, Burgstaller, Lainer, Schöpf, Wimmer und Zulj wurden je einmal verwarnt.

Heinz Lindner, der achtmal das Tor hütete, kassierte in fünf Spielen kein Tor, in den übrigen drei jedoch insgesamt fünf (drei gegen Brasilien, je eines in Bosnien und Nordirland). Siebenhandl blieb in Luxemburg ohne Verlusttor, gegen Deutschland leistete er selbst mit einem schlechten Pass die Vorarbeit zum Özil-Treffer und Strebinger musste in Dänemark zweimal hinter sich greifen.

Das ÖFB-Team hält in seiner Geschichte nun bei 773 Länderspielen gegen 71 Gegner, von denen bei 167 Remis und 287 Niederlagen 319 gewonnen wurden. Das 2:0 gegen Schweden am 6. September bedeutete den 200. Heimsieg, inzwischen sind es 201 (1:0 gegen Nordirland am 12. Oktober).




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