Letztes Update am Mo, 19.11.2018 13:50

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Stabiles Weihnachtsgeschäft 2018 im steirischen Handel erwartet



Graz (APA) - Nach einem wetterbedingt eher durchwachsenen dritten Quartal erwartet sich der steirische Handel ein stabiles Weihnachtsgeschäft 2018: Den Erhebungen der KMU-Forschung zufolge werden die Steirer im Schnitt 370 Euro für Geschenke ausgeben - das ist gleich viel wie im Vorjahr. Die Präsente fallen laut der Umfrage heuer etwas kleiner aus, dafür sind es statt im Schnitt sechs nun sieben Päckchen.

Spartenobmann Gerhard Wohlmuth skizzierte die Umsatzentwicklung im steirischen Einzelhandel: Im ersten Quartal waren noch plus 2,6 Prozent und im zweiten plus 1,6 Prozent zu verzeichnen, doch das dritte Quartal lag bei minus 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Der Handel ist sehr wetterabhängig“, meinte er und spielte damit auf den ungewöhnlich warmen Herbst an. Erst am vergangenen Wochenende gab es beinahe überall in der Steiermark den ersten Schnee. Bis vor wenigen Tagen konnte man praktisch mit kurzen Ärmeln außer Haus gehen, so Wohlmuth. Besonders der September und der Oktober waren in der Mode-Branche schwache Monate.

Nun liegt die Hoffnung auf dem vierten Quartal, das traditionell den meisten Umsatz bringt - besonders der Dezember, in dem rund 27 Prozent mehr Einnahmen als in anderen Monaten zu erwarten sind, schilderte Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria. Tendenziell sei aber zu erkennen, dass die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts für den Einzelhandel eher nachlasse. Im Vorjahr wurde ein Umsatzplus von einem Prozent mit dem Weihnachtsgeschäft erzielt. 2018 dürfte das Niveau gehalten werden, ging aus der Umfrage hervor.

Indessen geht die Schere zwischen Spät- und Früheinkäufern weiter auseinander: Der Anteil der „Early-Christmas-Shopper“ - jene, die bereits im November beginnen - ging seit 2015 von 15 auf nun elf Prozent zurück. Dafür stieg der Anteil der „Late-Christmas-Shopper“ - jene, die erst in der zweiten Dezember-Hälfte Geschenke besorgen - in den drei Jahren von 31 auf 40 Prozent. Mit 39 Prozent liegt unter dem Weihnachtsbaum ungeschlagen am häufigsten ein Gutschein. Bekleidung ist vom vierten auf den zweiten Platz vorgerückt, während Bücher und Spielwaren etwas nachgelassen haben. Bargeld wird laut Gittenberger immer häufiger verschenkt: Der Anteil stieg auf 15 Prozent - vom zehnten auf den achten Platz der häufigsten Präsente zu Weihnachten.

Auch nach dem Heiligen Abend wird sich der Handel über Geschäft freuen. Gutscheine werden eingelöst und meist legt der Kunde noch 15 Prozent auf den Wert des Gutscheins drauf. Ähnlich verhält es sich beim Umtausch: „Es wird vom Handel gerne umgetauscht, weil die Kunden dann oft mehr ausgeben“, meinte Wohlmuth. Der Anstieg beim Online-Weihnachtsshopping flacht indessen etwas ab. 35 Prozent der Steirer kaufen die Geschenke online - im Vorjahr waren es 34 Prozent. Eines von sieben Präsenten wird dadurch online besorgt. Jeder achte Euro für Geschenke fließt „ins Internet“ und damit auch oft an ausländische Anbieter, bedauerte Wohlmuth.




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