Letztes Update am Mo, 19.11.2018 16:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vorarlberger erschlich sich Spendengelder - 18 Monate Haft



Feldkirch (APA) - Ein 27-jähriger Arbeiter ist am Montag am Landesgericht Feldkirch wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte von 2015 bis 2017 vorgetäuscht, Spenden für behinderte Kinder zu sammeln, um ihnen die Teilnahme an Faschingsumzügen zu ermöglichen. Auf diese Weise erschlich er sich knapp 11.000 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der mittlerweile dreifach vorbestrafte Vorarlberger bat vor allem Firmen um Spendenbeiträge. Mit dem Geld solle der Umbau eines Faschingswagens für die Bedürfnisse behinderter Kinder finanziert werden, gab der Angeklagte vor.

In Wirklichkeit aber wanderte das Geld in die Tasche des 27-Jährigen. Vor Gericht zeigte er sich - ohne anwaltliche Vertretung - geständig. Insgesamt ging es um 45 Fälle, bei manchen blieb es auch nur beim Versuch, was sich strafmildernd auswirkte. Erschwerend waren hingegen die einschlägigen Vorstrafen. Der Vater von zwei Kindern gab an, den Schaden so schnell wie möglich wieder gut machen zu wollen.




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