Letztes Update am Mo, 19.11.2018 16:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frächter kritisieren geplante Lkw-Maut-Erhöhung



Wien (APA) - Die Frächter kritisieren die per Jahresbeginn geplanten Lkw-Mauterhöhungen: Diese entbehrten jeglicher Grundlage, heißt es in einer Pressemitteilung von heute, Montag. „Mit Verwunderung und Unverständnis nehme ich die in Begutachtung gesandte Novelle zur Mauttarifverordnung zur Kenntnis“, so Franz Danninger, Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer.

Man werde dies „mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln“ bekämpfen.

Scharf kritisiert werden auch die Pläne einer Verteuerung von 5,5 Prozent bei den modernsten Euro-6-Fahrzeugen. Die Anhebungen für die übrigen Fahrzeuge sind laut Fachverband mit rund 2 Prozent geplant. In Zeiten des Klimawandels und einer CO2-Diskussion werde auch von der Politik eine Lkw-Flottenerneuerung hin zu modernsten Euro-6-Fahrzeugen forciert und gewünscht, so Danninger. „Mit diesen Plänen werden genau diese Fahrzeuge mit einer exorbitanten Teuerung von rund 5,5 Prozent, die im groben Unverhältnis zu älteren Fahrzeugen steht, bestraft.“ Es sei nur ein schwacher Trost, dass Euro-6-Fahrzeuge im Vergleich zu den anderen Kategorien den „günstigsten Mauttarif“ von rund 40 Cent/km bezahlten.

Angekündigt hat der Fachverband heute auch, dass die Ergebnisse einer Studie verfeinert würden, derzufolge die österreichischen Mauttarife intransparent berechnet würden und um 25 Prozent zu hoch angesetzt seien. Laut dieser im Mai präsentierten Studie habe man im Zeitraum 2008 bis 2016 um knapp 900 Mio. Euro zu viel bezahlt. „Wir werden nun die Studienergebnisse nochmals verfeinern und ziehen dann rechtliche Schritte in Erwägung. Denn wenn sämtliche Argumente und Gespräche nicht mehr fruchten, dann muss man eben auch andere Wege, bis hin zur Europäischen Kommission und dem Europäischen Gerichtshof“, beschreiten, so Danninger laut Pressemitteilung.

~ WEB https://news.wko.at/presse ~ APA385 2018-11-19/16:20




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