Letztes Update am Mo, 19.11.2018 17:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wirtschaftsforum der Führungskräfte: AK schürt Neiddebatte



Wien (APA) - Auf die Kritik von Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl vom vergangenen Donnerstag, wonach die Vorstandsbezüge der im ATX notierten Unternehmen in Österreich „extrem zu hoch“ seien, wirft das Wirtschaftsforum der Führungskräfte der AK-Präsidentin vor, eine „unnötige und nicht auf Fakten basierende Neiddebatte“ zu schüren.

Von den Einkommen einiger weniger auf die große Mehrheit der Führungskräfte zu schließen sei weder zulässig noch sinnvoll, heißt es in einer Aussendung des WdF am Montag. Immer wieder würden in den Medien astronomische Gehälter von Top-Managern veröffentlicht, deren Einkommen zum großen Teil durch Beteiligungen und Gewinnausschüttungen begründet seien.

Laut der letzten Statistik-Austria-Berechnung aus dem Jahr 2016 liege das Median-Einkommen eines österreichischen Arbeitnehmers, der das ganze Jahr und Vollzeit arbeitet, bei 40.632 Euro. Das Durchschnittseinkommen habe 48.976 betragen.

Nach WdF-Daten habe das Medianeinkommen für die erste Führungsebene im vergangenen Jahr 175.000 betragen. Das entspreche dem 4,3-fachen (Vergleichswert Arbeitnehmer aus 2016). Bezogen auf den Durchschnittswert seien es beim WdF 207.600 Euro gegenüber 48.976 Euro (im Jahr 2016), das entspreche dem 4,23-fachen, „alles natürlich vor Steuern“. Die Einkommen der Führungskräfte würden seit neun Jahren in Folge stagnieren.




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