Letztes Update am Mo, 19.11.2018 21:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ex-Präsidentin Argentiniens kritisiert „neoliberale“ Regierungen



Buenos Aires (APA/dpa) - Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner hat im Vorfeld des G-20-Gipfels in Buenos Aires zu einer „sozialen Front gegen die Aggression des Neoliberalismus“ aufgerufen.

Zum Auftakt eines „Forums des kritischen Denkens“ von G-20-Kritikern griff auch Brasiliens ehemalige Staatschefin Dilma Rousseff (2011-2016) das „neoliberale und faschistische Wirtschafts- und Politikprogramm“ an, das der gewählte Präsident Jair Bolsonaro in ihrem Land verwirklichen wolle.

Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer soll am 30 November und 1. Dezember in der argentinischen Hauptstadt stattfinden.

In Argentinien steht 2019 die nächste Präsidentenwahl an, bei der der konservative Amtsinhaber Mauricio Macri für eine weitere Amtsperiode antreten will. Kirchner profiliert sich derzeit als Bewerberin der Opposition.

Rousseff, die 2016 vom Parlament abgesetzt wurde, warnte, Brasilien befinde sich mit der Wahl des extrem rechten Politikers Bolsonaro auf einem „tragischen Weg“, der den Verlust der Demokratie bedeuten könne. Auch Uruguays Ex-Präsident Jose Mujica (2010-2015) soll an dem viertägigen Forum der G-20-Gegner teilnehmen.




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