Letztes Update am Di, 20.11.2018 11:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Antisemitismus - SPÖ fordert von Faßmann Zivilcourage



Wien (APA) - Die SPÖ fordert von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) „Zivilcourage“ bei Antisemitismus. Stein des Anstoßes sind Aussagen des Ministers, wonach man antisemitische Postings zum ungarischstämmigen US-Investor George Soros „ignorieren“ müsse. „Zu behaupten, Wegschauen und damit Bagatellisieren seien ein adäquater Umgang, ist fahrlässig“, kritisierte Gedenkkultur-Sprecherin Sabine Schatz.

„Ein Bildungsminister sollte für Zivilcourage eintreten und sich für wirksame Maßnahmen gegen Hass im Netz starkmachen“, befand Schatz am Dienstag einer Aussendung. Dass Faßmann glaube, Wegschauen und Ignorieren seien geeignete Strategien im Kampf gegen Antisemitismus und Verschwörungstheorien, sei „beunruhigend“.

Faßmann war im ZiB 2-Interview Montagabend auf die zahlreichen Hasspostings gegen Soros nach einem Besuch in Wien angesprochen worden, in denen Soros „zur Hölle“ gewünscht und als einer „der größten Teufel unserer Erde“ bezeichnet wird. „Was sich im Internet so alles mögliche abspielt, also da ist manchmal auch mehr Abstand durchaus ratsam“, meinte Faßmann. „Das muss man nicht alles zur Kenntnis nehmen, das sollte man ignorieren, weil es zu ignorieren ist.“ Das habe ja „nichts mit der Person von George Soros im Prinzip zu tun“.




Kommentieren