Letztes Update am Di, 20.11.2018 12:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Freispruch für steirischen Polizisten nach Teilnahme an „Schenkkreis“



Graz (APA) - Ein 52-jähriger Polizist ist am Dienstag im Grazer Straflandesgericht vom Verdacht der Teilnahme an einem Pyramidenspiel freigesprochen worden. Das Gericht konnte den Betrugsvorsatz nicht nachweislich erkennen. Die Staatsanwaltschaft Graz hat Berufung angemeldet, das Urteil ist daher nicht rechtskräftig. Das Verfahren gilt als Nebenschauplatz des großen „Schenkkreis“-Prozesses.

Der Weststeirer soll laut Staatsanwaltschaft zumindest von Juli bis Dezember 2008 beim „Schenkkreis“ mitgemacht haben. Der Beschuldigte soll Mitspieler angeworben und diese in sogenannten Charts verwaltet haben. Insgesamt wurden von den Beteiligten rund 100.000 Euro eingezahlt. Der suspendierte Beamte bestritt die Vorwürfe und gab seine Frau als Hauptakteurin an. Ein Zeuge belastete den Beschuldigten allerdings bereits im September: „Er war das Zugpferd.“

Die Ehefrau des Beschuldigten entlastete ihren Mann. Nach mehreren Prozesstagen sprach die Richterin den Polizisten vom Betrugsvorwurf frei. Die Teilnahme an einem Pyramidenspiel war bereits verjährt. Ob der Freispruch hält, ist noch offen, denn das Verfahren geht in die nächste Instanz.




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