Letztes Update am Di, 20.11.2018 13:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fall Ghosn - Mitsubishi stellt Bündnis mit Nissan und Renault infrage



Tokio/Düsseldorf (APA/Reuters/dpa) - Der japanische Autokonzern Mitsubishi hat das geplante Bündnis mit den Wettbewerbern Nissan und Renault infrage gestellt. Die Allianz werde ohne den derzeit inhaftierten Renault-Chef Carlos Ghosn schwer zu managen sein, sagte Mitsubishi-Chef Osamu Masuko am Dienstag. Der Verwaltungsrat werde sich wohl in der kommenden Woche mit der Angelegenheit befassen.

Ghosn droht wegen des Verdachts der Veruntreuung von Firmengeldern ein jähes Karriereaus: Der bisher hoch angesehene Manager und Architekt des französisch-japanischen Firmenbündnisses von Renault, Nissan und Mitsubishi wurde am Montag in Japan verhaftet.

Unterdessen bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens, dass der Verwaltungsrat von Renault am Dienstagabend zusammenkommen wird, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hatte den Verwaltungsrat unmissverständlich aufgefordert, rasch zusammenzutreten und eine kommissarische Führung für Renault einzusetzen. Ghosn sei derzeit nicht in der Lage, das Unternehmen zu führen. Der französische Staat hält 15 Prozent der Anteile bei Renault und ist damit ein zentraler Akteur in der Krise.

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