Letztes Update am Di, 20.11.2018 14:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuer Mann an der Spitze von Victoria‘s Secret



New York (APA/AFP) - Mit einer „frischen Perspektive“ soll Modemanager John Mehas die US-Dessousmarke Victoria‘s Secret aus der Krise führen. Mehas werde Anfang 2019 neuer Chef, kündigte der Mutterkonzern des Dessous-Labels, L Brands, am Montag bei Vorlage der Quartalszahlen an.

Von Juli bis Oktober machte L Brands einen Verlust von 42,8 Millionen Dollar (37,4 Millionen Euro), im Vorjahresquartal lag das Unternehmen noch mit 86 Millionen Dollar im Plus. Die Umsätze der Dessous-Marke sanken um zwei Prozent.

„Unser Priorität Nummer eins ist die Verbesserung der Leistung“, sagte L-Brands-Chef Leslie Wexner. Die neue Führung von Victoria‘s Secret komme mit einer frischen Perspektive und werde sich alles anschauen: Marketing, Positionierung der Marke, Mitarbeiter, Grundstücksmanagement und Kostenstruktur. „Unter Johns Führung wird Victoria‘s Secret Produkte und Erlebnisse liefern, die bei Frauen auf der ganzen Welt gut ankommen.“

Der bisherige Chef der US-Dessous-Marke, Jan Singer, war vergangene Woche nur wenige Tage nach der letzten großen Modenschau zurückgetreten. Kurz zuvor hatte Marketing-Direktor Ed Razek eine Kontroverse ausgelöst, als er in einem Interview mit dem Magazin „Vogue“ ausschloss, die Marke könne auf Transgender-Models oder rundliche Mannequins zurückgreifen.

Heidi Zak, Gründerin des Unterwäsche-Labels ThirdLove, warf Victoria‘s Secret am Wochenende in der „New York Times“ vor, Männerfantasien zu bedienen. Frauen trügen aber einen BH, um zu arbeiten, Sport zu machen, sich um kranke Angehörige zu kümmern und dem Land zu dienen, schrieb sie.

Analyst Neil Saunders von GlobalData Retail erklärte gar, „die explizite Sexyness, die Betonung auf Glamour, diese düsteren Geschäfte“ von Victoria‘s Secret seien mittlerweile komplett aus der Zeit gefallen und würden den meisten Kundinnen nicht mehr zusagen.




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