Letztes Update am Di, 20.11.2018 14:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kopftuchverbot - ÖVP fordert SPÖ zum Einlenken auf



Wien (APA) - Die ÖVP fordert die SPÖ weiter zum Einlenken in Sachen Kopftuchverbot in Volksschulen auf, rote Kritik am entsprechenden Regierungsentwurf weist man zurück. Die SPÖ soll sich einen Ruck geben und endlich Klarheit im Themenbereich „Integration und Schutz von Mädchen“ schaffen, meinte ÖVP-Frauensprecherin Barbara Krenn via Aussendung in Richtung SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda.

„Wir wollen keine Entwicklung von Parallel-Gesellschaften in Österreich, wie sie beispielsweise auch durch das Tragen eines Kopftuchs von Mädchen an Volksschulen entstehen können. Mag sein, dass Drozda für dieses sensible Thema kein Gespür hat, aber die erste Parteivorsitzende der SPÖ darf diesem frauenrechtlichen Anliegen doch keine Absage erteilen“, erklärte Krenn.

Kritik am Regierungsvorhaben kam von der Liste Pilz, deren Parlamentsklub sich neuerdings Jetzt nennt. Bildungssprecherin Stephanie Cox warf Türkis-Blau das Präsentieren von „Scheinlösungen“ vor. „Wenn der Vizekanzler Strache junge Mädchen wirklich schützen möchte, dann wird es an der Zeit, Maßnahmen für die Integration zu setzen, anstatt die so dringend notwendigen Mittel für Integration drastisch zu kürzen.“ Es brauche eine bessere Sprachförderung und zusätzliches Unterstützungspersonal an den Schulen. Die Volksschule sollte laut Cox generell ein religionsfreier Raum sein. Kinder dürften nicht gezwungen werden, religiöse Symbole zu tragen, Hetze gegen eine bestimmt religiöse Gruppe habe hier aber nichts verloren.




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