Letztes Update am Di, 20.11.2018 15:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol zieht positive Bilanz über EUSALP-Präsidentschaft



Innsbruck (APA) - Tirol hat eine positive Bilanz über die EUSALP-Präsidentschaft gezogen. LH Günther Platter (ÖVP), der seit 2018 die Funktion des EUSALP-Präsidenten bekleidet, hob vor allem die laut ihm in den letzten Monaten erfolgte Sensibilisierung bei der Transitfrage „in der gesamten Alpenregion“ hervor. Auch Schwerpunkte bei der Einbindung der Jugend habe man setzen können, so Platter.

Trotz der positiven Bilanz der Tiroler EUSALP-Präsidentschaft bezeichnete Platter die Transitsituation am Brenner „dramatisch“. Die Belastungsgrenze sei klar überschritten. Abermals nannte er die von ihm bereits in mehreren Kontexten genannten Mittel zur Verbesserung der Situation wie etwa die Korridormaut, das sektorale Fahrverbot oder die Blockabfertigung. Außerdem müsse auch die Bahn „wettbewerbsfähiger gemacht werden“, fügte Platter hinzu.

Weitere Fortschritte im Zeitraum der Tiroler EUSALP-Präsidentschaft machte der Landeshauptmann im Bereich der „Einbindung der Jugend“ aus. Heute sei in Innsbruck eine diesbezügliche Initiative „breit angenommen“ worden und auch der EUSALP-Präsidentschaftsnachfolger ab 2019, die Lombardei, werde diese laut Platter „übernehmen und sogar noch intensivieren“.

Der positiven Bilanz von Platter schloss sich auch EU-Kommissar Johannes Hahn an. Die Tiroler Präsidentschaft sei „routiniert und sehr erfolgreich“ abgelaufen. Ebenso teilte er mit Platter die Sorge um die Transitsituation in Tirol und im Alpenraum insgesamt. „Der Alpenraum ist die größte geschlossene Tourismus-Destination weltweit, das bringt auch Belastung für Umwelt und Klima mit sich“, so Hahn. Er glaube in dieser Hinsicht aber an „regionale Lösungen“ und werde außerdem „mehr Geld für die regionale Zusammenarbeit“ vorschlagen.

Am 20. und 21. November findet in Innsbruck eine Generalversammlung im Rahmen des EUSALP-Jahresforums statt, das unter dem Motto „zukunft.gemeinsam.gestalten. mit der nächsten Generation“ steht. An der EU-Alpenstrategie, kurz EUSALP, sind sieben Staaten und 48 Alpenregionen beteiligt.




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