Letztes Update am Mi, 21.11.2018 00:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


In griechischer Schmiergeldaffäre angeklagter Banker geflohen



Athen (APA/dpa) - Ein französischer Banker, der in Athen wegen des Verdachts auf Korruption und Geldwäsche vor Gericht stand, ist am Dienstag geflohen. Der Mann soll im Anschluss an einen Gerichtstermin seine elektronische Fußfessel entfernt haben und auf der Flucht sein, wie griechische Medien am Dienstagabend unter Berufung auf Angaben des Justizministeriums berichteten. Die Polizei fahnde nach ihm.

Dem Banker wird vorgeworfen, in die Schmiergeldaffären mit Rüstungskonzernen und auch dem Technologiekonzern Siemens verwickelt gewesen zu sein, die griechische Gerichte seit über zehn Jahren beschäftigen. Es geht um Bestechungsgelder in Höhe von rund 70 Millionen Euro, die in den 90er Jahren von verschiedenen Unternehmen über Schweizer Konten an griechische Entscheidungsträger geflossen sein sollen, um Staats- und Rüstungsaufträge zu ergattern.

Der Banker war 2015 per internationalem Haftbefehl in Abu Dhabi festgenommen und nach Griechenland ausgeliefert worden. Dort saß er zunächst im Gefängnis, seit 2016 befand er sich mit einer elektronischen Fußfessel in Hausarrest.




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