Letztes Update am Mi, 21.11.2018 07:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Thyssenkrupp erwartet millionenschwere Kosten durch Aufspaltung



Essen (APA/dpa/Reuters) - Der deutsche Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp sieht durch die geplante Aufspaltung erhebliche Kosten auf sich zukommen. Im neuen Geschäftsjahr 2018/19 (Ende September) würden der Jahresüberschuss sowie der freie Mittelzufluss nach vorläufigen Berechnungen mit einem höheren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag belastet, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Essen mit.

Thyssenkrupp will sich in zwei Teile spalten: In ein Unternehmen für die Industriebereiche, sowie ein weiteres für die Werkstoffgeschäfte. Über die Spaltung soll die Hauptversammlung im Jänner 2020 abstimmen.

Thyssenkrupp Chef Guido Kerkhoff versprach eine bessere Geschäftsentwicklung und will damit bei den verschreckten Investoren Vertrauen zurückgewinnen. Im fortgeführten Geschäft peile der Mischkonzern 2018/19 (per Ende September) einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von über einer Milliarde Euro an, sagte Thyssenkrupp Kerkhoff am Mittwoch bei der Vorlage der Bilanz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fuhr der Konzern hier einen Wert von 706 Millionen Euro ein.

Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Jahresüberschuss bereinigt um die verkauften Stahlaktivitäten in Amerika von 271 Millionen auf 60 Millionen Euro. Probleme bei Projekten im Anlagen- und Schiffbaugeschäft, Qualitätsprobleme bei der Komponentensparte, hohe Rohstoffkosten bei Aufzügen sowie Rückstellungen für das laufende Stahl-Kartellverfahren waren der Grund dafür. Thyssenkrupp hatte deswegen Anfang November zum zweiten Mal die Prognose gesenkt. Die Aktionäre sollen trotzdem eine unveränderte Dividende von 0,15 Euro je Aktie erhalten.

~ ISIN DE0007500001 WEB http://www.thyssenkrupp.com/de/ ~ APA029 2018-11-21/07:20




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