Letztes Update am Mi, 21.11.2018 13:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Serbien-Kosovo: Handelskrieg spitzt sich weiter zu



Prishtina (Pristina)/Belgrad (APA) - Der Handelskrieg zwischen Serbien und dem Kosovo, der mit der kürzlichen Entscheidung Prishtinas, die Zölle für die Ware aus Serbien und Bosnien-Herzegowina um zehn Prozent zu erhöhen, gestartet wurde, scheint sich nun weiter zuzuspitzen.

Kosovos Handelsminister Endrit Shalla hat am Dienstag laut der Belgrader Presseagentur Beta ein Importverbot für jene Waren aus Serbien verhängt, welche serbische Vertreiber mit der Aufschrift „Kosovo und Metochien“ (serbische Bezeichnung für den Kosovo), oder aber „Kosovo UNMIK“ oder „Kosovo (UNO-)Resolution 1244“ versehen haben.

Die Zollerhöhung für die Waren aus Serbien hat bereits zur bedeutenden Senkung des Exportes in den Kosovo geführt. Gemäß Serbiens Handelsminister Rasim Ljajic ist dieser um 40 Prozent gesunken, gemäß den kosovarischen Behörden wurde der Import aus Serbien halbiert.

Serbiens Export in den Kosovo lag 2017 bei gut 400 Mio. Euro. Der Import aus dem Kosovo lag bei nur etwa 40 Mio. Euro.

Serbien lehnt es nach wie vor ab, die 2008 ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovo, seiner einstigen Provinz, anzuerkennen.




Kommentieren