Letztes Update am Mi, 21.11.2018 14:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Südkoreaner Kim: Riesige Herausforderungen für öffentliche Sicherheit



Dubai/Moskau/Berlin (APA/dpa) - Nach seiner Wahl zum Interpol-Präsidenten hat Kim Jong-yang von großen Herausforderungen gesprochen. Kim sagte wörtlich am Mittwoch: „Unsere Welt steht bisher beispiellosen Veränderungen gegenüber, die riesige Herausforderungen für die öffentliche Sicherheit bereithalten.“ Diesen müsse man mit einer klaren Vision für die Zukunft begegnen.

Der neue Präsident ist bekannt dafür, international bestens vernetzt zu sein. Seine Karriere hatte ihn 2007 nach Los Angeles geführt, wo er im Generalkonsulat Südkoreas arbeitete. 2011 leitete er das Büro für auswärtige Angelegenheiten der nationalen Polizeiagentur.

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) begrüßte die Wahl und gratulierte Kim. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte: „Wir sind überzeugt, dass Kim Jong-yang eine gute Wahl ist“.

US-Senatoren, aber auch die Ukraine und Litauen hatten zuvor vor einem Sieg des russischen Kandidaten Prokoptschuk gewarnt. Russland kündigte an, die Entscheidung nicht anfechten zu wollen. Das Verhalten einiger Mitgliedsländer sei jedoch schwierig, kritisierte Kremlsprecher Dmitri Peskow. „Die Wahlen haben in einer Atmosphäre beispiellosen Drucks stattgefunden“, sagte er.

An der 87. Generalversammlung nehmen Interpol zufolge knapp 1000 Delegierte aus 173 Ländern teil, insgesamt hat die Organisation 194 Mitgliedstaaten. Die tägliche Arbeit am Sitz in Lyon in Frankreich wird vom Generalsekretär geleitet. Das ist seit 2014 der Deutsche Jürgen Stock, ehemals Vize des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA). Der Präsident leitet die Generalversammlung der Mitgliedstaaten und das Exekutivkomitee, das die Arbeit des Generalsekretärs überwacht.




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