Letztes Update am Mi, 21.11.2018 14:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UN-Klimakonferenz - Köstinger: „Papst ist ein wichtiger Verbündeter“



Vatikanstadt/Katowice (Kattowitz) (APA) - Bei ihrem Arbeitsbesuch am Mittwoch im Vatikan hat Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) die Rolle des Papstes im Einsatz für Umweltschutz hervorgehoben. „Der Vatikan und Papst Franziskus selbst sind für uns wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Köstinger, die den Papst nach der Generalaudienz am Mittwoch begrüßte.

„Ich habe hier bei allen Gesprächen viel Verständnis und große Bereitschaft gespürt, ein starkes Bekenntnis für mehr Klimaschutz abzugeben“, so die Ministerin. Klimaschutz sei das derzeit wichtigste gemeinsame Projekt der Menschheit. „Wir brauchen hier einen Schulterschluss mit allen Staaten und die Unterstützung aller Institutionen. Die Weltkirche hat hier eine große Rolle, sie hat Einfluss auf die Lebensweise von Menschen und kann viel bewegen“, meinte die Ministerin.

Die EU müssen weiterhin Vorreiterin einer ambitionierten Klimapolitik sein. „Ich habe bei der Weltklimakonferenz in Katowice im Dezember die Verhandlungsführung für die EU-Staaten. Es ist mir wichtig, dass wir dort zu guten Ergebnissen kommen“, sagte Köstinger.

Österreich sei im Klimaschutz schon sehr aktiv. Mit der #Mission2030, der Klima- und Energiestrategie der Regierung, gäbe es eine gute Grundlage, auf der die Regierung nun Maßnahmen aufbaue. „Wir machen große Anstrengungen, um aus den 700.000 Ölheizungsanlagen auszusteigen“, so Köstinger. In der Produktion von erneuerbarem Strom sei Österreich mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent und dem Ziel bis 2030 100 Prozent zu erreichen, als Vorbild in Europa zu sehen.

Im Vatikan führte Köstinger schon am Dienstag ein Gespräch mit dem Kardinalstaatssekretär Pietro Kardinal Parolin, der die vatikanische Delegation in Kattowitz leiten wird. Am Mittwochnachmittag führt die Ministerin dann noch ein Gespräch mit dem für Umwelt- und Klimaschutz zuständigen Kardinal Peter Turkson.




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