Letztes Update am Do, 22.11.2018 10:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Start der Europäischen HIV- und Hepatitis-Testwoche 2018



Wien (APA) - HIV, Hepatitis und sexuelle Gesundheit sind nach wie vor Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Das führe oft zu schlechter Information und unbegründeten Ängsten vor entsprechenden Tests, warnten die Aids-Hilfen Österreich am Donnerstag. Die Folge davon sei, dass viele Infektionen erst spät erkannt werden. Die Europäische HIV- und Hepatitis-Testwoche (ETW) will entgegenwirken, Start ist am Freitag.

Unter dem Motto „Testen. Behandeln. Vorbeugen.“ sollen auch in Österreich vom 23. bis 30. November Menschen mit erhöhtem HIV- bzw. Hepatitis-Risiko zum kostenlosen Test motiviert werden. Ein weiteres Ziel der Aktion ist die Bewusstseinsbildung: „ Sich testen zu lassen oder einen Test anzubieten, soll nicht länger schambehaftet sein, sondern alltägliche Praxis“, wurde Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) am Donnerstag in einer Aussendung zitiert.

„Der Test ist heute eines der wichtigsten Instrumente, um die HIV-Epidemie zu beenden“, ist auch der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) überzeugt. „Voraussetzung dafür ist eine möglichst frühe Diagnose verbunden mit einem rechtzeitigen Therapiestart.“ Denn HIV-positive Menschen, deren Viruslast dank Therapie unter der Nachweisgrenze liegt, übertragen das HI-Virus nicht mehr.

HIV und Hepatitis gehen bei vielen Menschen auch heute noch mit Angst vor Ausgrenzung und Ablehnung einher. Eine Angst, die oft zur Unterschätzung des eigenen Infektionsrisikos und zur falschen Annahme führe, dass nur bestimmte Menschen einem Risiko ausgesetzt wären. „Es gilt, Diskriminierungen, Ungleichbehandlungen und falschen Annahmen entgegenzutreten und Testbarrieren abzubauen“, sagte Wolfgang Wilhelm, Obmann der Aids Hilfe Wien.

(S E R V I C E - http://testwoche.net; http://testingweek.eu)




Kommentieren