Letztes Update am Do, 22.11.2018 11:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Israeli muss für Bombendrohungen zehn Jahre in Haft



Tel Aviv (APA/dpa) - Ein Israeli muss wegen Bombendrohungen gegen Einrichtungen in mehreren Ländern für zehn Jahre ins Gefängnis. Der junge Mann muss zudem umgerechnet rund 14.000 Euro Strafe zahlen, wie das Bezirksgericht in Tel Aviv am Donnerstag mitteilte. Der Angeklagte war bereits im Juni von dem Gericht unter anderem wegen Erpressung für schuldig befunden worden.

Die Polizei hatte bei seiner Festnahme gesagt, in einem Fall habe ein Flugzeug wegen einer Bombendrohung des jüdischen Israelis notlanden müssen. Nach Medienberichten hat der 20-Jährige auch einen US-amerikanischen Pass.

Von 2015 an bis zu seiner Festnahme im März 2017 habe er bei Tausenden Gelegenheiten Einrichtungen weltweit am Telefon oder per Email sowie in Briefen bedroht, hieß es im Urteil vom Juni. Darunter seien jüdische Einrichtungen gewesen, die israelische Botschaft in Washington, Flughäfen, Schulen, Einkaufszentren sowie ein US-amerikanischer Senator. Der Mann hatte nach Angaben der israelischen Polizei Personen unter anderem in Australien, Neuseeland und den USA bedroht. Die Untersuchungen in Kooperation mit Sicherheitsbehörden in den USA, wie dem FBI, und Europa liefen über Monate.

Er habe mit Terrorakten und Mord gedroht, mit Sprengsätzen und Schießereien, und dass es viele Opfer geben werde, hieß es im Urteil weiter. Der Verurteilte leide an Autismus. Dies befreie ihn aber nicht automatisch von der Verantwortung für kriminelle Taten. Der Mann werde allerdings nur für die Taten verurteilt, die er nach seinem 18. Geburtstag im August 2016 begangen habe.




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