Letztes Update am Do, 22.11.2018 11:23

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Asylwerber in Lehre - Appell an Regierung von Wirtschaftskammer Vbg.



Bregenz (APA) - Die Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV) will weiter Flüchtlinge im Land halten, die eine Lehre absolvieren. Das Wirtschaftsparlament der WKV fasste einen einstimmigen Beschluss, in dem an die Bundesregierung appelliert wird, das in Deutschland bewährte Modell „3plus2“ auch in Österreich umzusetzen. Zudem soll gut integrierten Asylwerbern im Rahmen der Rot-Weiß-Rot-Card eine Chance gegeben werden.

Die Initiative zum entsprechenden Antrag ging von der Grünen Wirtschaft aus. In abgeänderter Form wurde er von allen Mandataren des Wirtschaftsparlaments unterstützt - auch jenen des Wahlbündnisses „Vorarlberger Wirtschaft“, das im Wesentlichen aus Mitgliedern des ÖVP-Wirtschaftsbunds und des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender besteht.

Das deutsche „3plus2“-Modell sieht vor, dass ein in Ausbildung stehender Flüchtling diese auch dann abzuschließen berechtigt ist, wenn sein Asylantrag abgelehnt wird. Außerdem darf er nach Beendigung der Ausbildung eine zweijährige Anschlussbeschäftigung ausüben.

Für gut integrierte Asylwerber sollen nach den Vorstellungen des Wirtschaftsparlaments „schnellstmöglich Maßnahmen“ gesetzt werden, damit diese im Rahmen der Rot-Weiß-Rot-Card eine Ausbildung absolvieren und anschließend als Fachkräfte in Österreich leben und arbeiten können. Grundsätzlich verlangt die WKV eine deutliche Verkürzung der Dauer von Asylverfahren.

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg will darüber hinaus auch Maßnahmen für eine bessere Integration von Asylberechtigten in den Arbeitsmarkt erarbeiten. Das soll gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich und dem S Vorarlberg erfolgen.

~ WEB https://news.wko.at/presse ~ APA180 2018-11-22/11:20




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