Letztes Update am Do, 22.11.2018 11:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


BVT-Affäre - Amon 2 - FPÖ-Klubchef Rosenkranz sieht Aussagen gelassen



Wien (APA) - FPÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz hat die Aussagen des ÖVP-Fraktionschefs im BVT-U-Ausschuss, Werner Amon, gelassen kommentiert. „Das ist keine Sache, die irgendwie die Regierungsarbeit beeinflussen wird“, sagte er am Rande des Plenums auf APA-Anfrage. Er vermutet persönliche Beweggründe Amons hinter den Aussagen. Auch ÖVP-Klubobchef August Wöginger betonte, die Koalition arbeite gut zusammen.

Rosenkranz sagte, die Aussagen Amons würden seiner Meinung nach nicht die Linie der ÖVP bzw. des ÖVP-Klubs widerspiegeln. Abgesehen von diesen Aussagen funktioniere die Zusammenarbeit mit Amon völlig friktionsfrei, betonte er.

Er könne nur mutmaßen, „warum Kollege Amon so etwas von sich gibt“, so Rosenkranz. Er vermutet persönliche Beweggründe und verwies auf die (auch schon im U-Ausschuss debattierte) langjährige Freundschaft Amons mit dem früheren Leiter der BVT-Spionageabwehr Bernhard P. Dieser war im Zuge der BVT-Affäre entlassen worden, an dessen privater Adresse wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Der Vorwurf gegen ihn lautete, vertrauliche Unterlagen mit nach Hause genommen zu haben. P. hatte die Vorwürfe im Ausschuss „absurd“ genannt, denn auch andere Mitarbeiter hätten von zuhause gearbeitet, was nicht nur geduldet, sondern gewünscht gewesen sei.

Rosenkranz betonte, durch derartige Aussagen wie jene Amons werde man sich in der Koalition jedenfalls sicher nicht in einen „Strudel“ bringen lassen.

Auch ÖVP-Klubobmann August Wöginger kommentierte die Worte seiner Fraktionskollegen gelassen. Auf Anfrage der APA sagte er in einem Statement, man arbeite „gut zusammen in der Koalition. Im BVT-Ausschuss wird manches zugespitzt, das ist normal im Ausschuss“.




Kommentieren