Letztes Update am Do, 22.11.2018 12:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zuversicht bei Europas Unternehmen lässt nach



Wien (APA) - Die Zuversicht der europäischen Unternehmen hat zuletzt etwas nachgelassen, zeigt die jährliche Umfrage der Dachorganisation der Handelskammern, Eurochambres. Das meistgenannte Problem sind die Arbeitskosten, gefolgt vom Facharbeitermangel und schwächelnder Inlandsnachfrage. Aber auch der bevorstehende Brexit belastet die Unternehmen.

Vor allem in Osteuropa sind die Stundenlöhne zuletzt massiv gestiegen, in zehn Jahren haben sie sich fast verdoppelt. Im Westen wiederum belasten Steuern und Sozialabgaben die Arbeitskosten. Dazu kommt, dass qualifizierte Arbeiter fehlen. Das führe bereits regional zu unbesetzten Stellen, Eurochambres befürchtet deshalb Lohndruck. In Summe gehen die Unternehmen von rückläufiger Beschäftigung aus, erstmals seit 2013 dürften auch die Investitionen zurückgehen.

Österreichische Unternehmen gehen mehrheitlich 2019 von einer steigenden Inlands- und Auslandsnachfrage aus. Sie rechnen auch mit einer steigenden Beschäftigung. Besonders pessimistisch sind laut dieser Umfrage die Unternehmen in Frankreich und Italien.

Während in Österreich in Summe deutlich mehr Unternehmen positiv als negativ ins Jahr 2019 schauen, ist das Unternehmensvertrauen in Ländern wie Griechenland, Serbien, Kroatien und Slowenien in der Summe aller Antworten negativ. In Serbien berichtete in der Umfrage kein Unternehmen von einem steigenden Vertrauen in die Zukunft.




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