Letztes Update am Do, 22.11.2018 13:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Caritas mahnt mehr Solidarität in Politik ein



Wien (APA) - Die Caritas hat am Donnerstag mehr Solidarität in der Politik eingefordert. In einer Aussendung kritisierten Bischof, Präsident und Direktoren der katholischen Hilfsorganisation aktuelle Entwicklungen in der Sozial- und Integrationspolitik. Konkret sprachen sie die Reform der Mindestsicherung, die langfristige Finanzierung der Pflege sowie die Debatte um das humanitäre Bleiberecht an.

Im Hinblick auf die Reformpläne der Bedarfsorientierten Mindestsicherung und der Notstandshilfe warnte die Caritas die Bundesregierung vor „einem Weg in Richtung Hartz-IV“ in Österreich. Besonders müsse auf die Lebenssituation der 434.000 Menschen geachtet werden, die „als manifest arm gelten“, hieß es in der Aussendung. Kinder- und Altersarmut dürfe nicht steigen. Auch vor einer weiteren Kürzung bei Asylberechtigten wurde gewarnt: Das würde „viele Menschen in akute Armut“ stürzen.

Im Bereich der Pflege forderte die katholische Hilfsorganisation, Menschen „am Ende ihres Lebens eine qualitätsvolle Betreuung“ zu sichern. Dazu müsse geklärt werden, „wie Pflege langfristig finanziert werden kann oder wie es nach der Abschaffung des Pflegeregresses weitergehen soll.“

Angesichts der Debatte um das humanitäre Bleiberecht für gut Integrierte sprach sich die Caritas für ein Mitspracherecht der Bundesländer aus. Das lokale Umfeld müsse bei einer derartigen Entscheidung „eingebunden, gehört und entsprechend berücksichtigt werden“, unterstützten Präsident Michael Landau, Bischof Benno Elbs und Direktoren der Diözesenin der gemeinsamen Erklärung die Forderung des Vorarlberger Landeshauptmannes Markus Wallner (ÖVP).




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