Letztes Update am Do, 22.11.2018 22:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Iran stellt neue Atomverhandlungen mit den USA in Frage



Rom (APA/AFP) - Der Iran sieht nach den Worten von Außenminister Mohammed Jawad Zarif keinen Grund, warum sein Land wieder in Atomverhandlungen mit den USA eintreten sollte. „Wenn wir ein neues Abkommen mit den USA abschließen sollten, welche Garantie hätten wir, dass das Abkommen nach dem Flug noch gilt? Erinnern sie sich an Kanada?“, fragte Zarif am Donnerstag auf der Mittelmeerkonferenz in Rom.

Zarif bezog sich damit auf den Eklat beim G-7-Gipfel im Juni in Kanada. US-Präsident Donald Trump hatte unmittelbar nach seiner Abreise seine Unterstützung für die Abschlusserklärung zurückgezogen.

Trump war im Mai aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 ausgestiegen und hatte Anfang August und Anfang November neue Finanz- und Handelsbeschränkungen gegen Teheran verhängt. Die anderen Unterzeichnerstaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China bemühen sich dennoch, das Atomabkommen zu retten und den Handel fortzuführen.

Zarif bekräftigte, dass sein Land an dem Abkommen festhalten wolle. Dies werde aber schwer, wenn der wirtschaftliche Nutzen nicht mehr spürbar sei. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO/IAEA) hatte kürzlich erneut bestätigt, dass der Iran sich an die Verpflichtungen aus dem Abkommen hält.




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