Letztes Update am Fr, 23.11.2018 09:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Haradinaj: Festnahmen im Kosovo nicht mit politischer Lage verknüpft



Prishtina (Pristina) (APA) - Die Festnahmen von vier Personen im Zusammenhang mit dem Mord an dem gemäßigten kosovo-serbischen Politiker Oliver Ivanovic stehen nach Angaben des kosovarischen Regierungschefs Ramush Haradinaj nicht mit der aktuellen politischen Situation in Verbindung.

Er schrieb auf Facebook, dass die Festnahme der vier Serben, von denen drei mit dem Anschlag auf Ivanovic am 16. Jänner in Nord-Mitrovica in Verbindung gebracht werden, von der Sonderstaatsanwaltschaft beantragt worden sei. Er möchte allen Bürgern versichern, dass der Staat Kosovo und seine Justizbehörden keinesfalls gegen irgendeine ethnische oder politische Gruppe gerichtet seien, schrieb Haradinaj laut der Tageszeitung „Zeri“.

Belgrader Medien meldeten unterdessen, dass zwei der vier festgenommenen Personen Angehörige der kosovarischen Polizei seien.

Derzeit haben sich die Spannungen zwischen Serbien und dessen ehemaliger Provinz Kosovo wieder verschärft. Nach der Entscheidung des Kosovo, die Zölle für Waren aus Serbien und Bosnien-Herzegowina um 100 Prozent zu erhöhen, wurden in serbischen Enklaven im Kosovo für den Freitag Protestkundgebungen angekündigt. Sie sollen gegen Mittag stattfinden.




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