Letztes Update am Fr, 23.11.2018 11:17

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Gewerkschaft fürchtet bei Esprit „massive Einschnitte“



Düsseldorf (APA/AFP) - Die angeschlagene deutsche Modekette Esprit mit Sitz in Ratingen bei Düsseldorf und Börsennotierung in Hongkong steht offenbar vor harten Sanierungsmaßnahmen. „Ich befürchte, dass massive Einschnitte in der Zentrale und den Filialen drohen“, sagte Cosimo-Damiano Quinto, bei der Gewerkschaft Verdi zuständig für den Textilhandel, der „Wirtschaftswoche“.

Esprit-Chef Anders Kristiansen wolle am Montag in Hongkong die Details des Sanierungsplans vorstellen, berichtete das Magazin am Freitag. Das Unternehmen befinde sich „in einer dramatischen wirtschaftlichen Situation“, die eine „sofortige, zukunftssichernde Neuausrichtung“ erforderlich mache, zitierte die „Wirtschaftswoche“ aus einem Brief Kristiansens an die deutschen Mitarbeiter. Das beinhalte auch „einen signifikanten Personalabbau“.

Esprit hat laut Bericht weltweit etwa 6.400 Vollzeitbeschäftigte, 1.300 davon in Ratingen. Hinzu kommen rund 3.000 Mitarbeiter in den deutschen Geschäften. Das Unternehmen steckt seit Jahren in der Krise. Verschärft wurde die Situation durch den heißen Sommer in diesem Jahr. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 bis Ende September sank der Konzernumsatz demnach um 16,8 Prozent.




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