Letztes Update am Fr, 23.11.2018 13:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Selbstversorgung bei Soja soll steigen - Derzeit bei 80 Prozent



Wien (APA) - Die Eigenversorgung mit pflanzlichem Eiweiß - einem wichtigen Bestandteil der Nutztiermast - soll EU-weit ausbebaut werden, derzeit liegt sie in Österreich bei über 80 Prozent, so Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Dies sei einer der Schwerpunkte der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im Bereich der Landwirtschaft.

„Ein verstärkter Anbau von Eiweißpflanzen in der EU würde nicht nur der besseren Eigenversorgung zugutekommen, sondern auch zum Klimaschutz beitragen“, betonte die Ministerin am Freitag in einer Aussendung und erhielt dabei Unterstützung von EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan.

Auf die Bedeutung des heimischen Sojaanbaus für die Eiweißversorgung verweist heute auch Saatgut-Experte Johann Vollmann von der Universität für Bodenkultur Wien: „Der Anbau von heimischen Bio-Sojabohnen boomt und ist ein besonders nachhaltiger und umweltfreundlicher Beitrag für Österreichs Versorgung mit eiweißreichen Lebens- und Futtermitteln.“

Laut Greenpeace importiert Österreich jährlich um die 500.000 Tonnen Soja, davon sind mindestens 350.000 Tonnen gentechnisch verändert. Führendes Sojaanbauland ist das Burgenland mit rund 21.000 Hektar, rechnete kürzlich die burgenländischen Agrar-Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) vor.




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