Letztes Update am Fr, 23.11.2018 13:47

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag uneinheitlich



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag im Verlauf die frühmorgendlichen Gewinne teilweise wieder abgegeben.

Aus Asien kamen dabei feiertagsbedingt nur wenige Impulse. Eine Verschärfung im US-Handelsstreit sorgte hingegen einmal mehr für Verstimmungen. So versuchten die USA Mobilfunk- und Internetanbieter in verbündeten Ländern davon zu überzeugen, nicht mit dem chinesischen Huawei-Konzern zusammenzuarbeiten.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 3,46 Einheiten oder 0,11 Prozent auf 3.130,13 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.15 Uhr mit 11.149,21 Punkten und plus 10,72 Einheiten oder 0,10 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verlor um 6,66 Zähler oder 0,10 Prozent und steht nun bei 6.953,66 Stellen.

An der Konjunkturdatenfront stehen Einkaufsmanagerindizes auf dem Programm: Die deutsche Wirtschaft hat im November so schwach zugelegt wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister fiel um 1,2 auf 52,2 Punkte. Auch in der Eurozone stehen die Zeichen auf eine Einbremsung des Wachstums. Der Einkaufsmanagerindex - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 0,7 Punkte auf 52,4 Zähler.

Bei den Sektoren in Europa zeigten sich die Banken- und Medienwerte mit klaren Aufschlägen. Verluste gab es hingegen für Aktienwerte aus der Öl- wie Rohstoffbranche.

In London verloren die Aktien des Bergbaukonzerns Fresnillo weitere 1,88 Prozent. Bereits gestern war es zu einem Kursrutsch von über zwölf Prozent gekommen. Die Investmentbank Morgan Stanley hatte ein Downgrade aufgrund von regulatorischen Hürden in Mexiko durchgeführt.

Unterdessen setzten sich im FTSE-100 Royal Mail und Sage mit jeweils mehr als plus 3 Prozent an die Spitze. Direct Line Insurance verteuerten sich ebenfalls um 2,86 Prozent und lagen damit im Spitzenfeld.

Trotz des Falls von Nissan-CEO Carlos Ghosn aufgrund des Finanzskandals in Japan scheinen die Zeichen der französisch-japanischen Auto-Allianz weiter auf Fortbestand zu stehen. Ghosn ist bei Renault in Frankreich weiter Vorstandschef. Der japanische Hersteller bekannte sich zudem ausdrücklich zum Bündnis mit Renault. In Paris stand die Renault-Aktie mit mehr als 4 Prozent im Plus.

In Frankfurt stürzten Gea-Papiere ab - die Aktie verlor mehr als 14 Prozent an Wert. 2019 werden sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen laut Gea eintrüben. Zudem rechnet das Maschinenbauunternehmen mit weiter steigenden Material- und Personalkosten.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA287 2018-11-23/13:43




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