Letztes Update am Fr, 23.11.2018 14:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: Bayern-Ziele unverändert: Meisterschaft „im Hinterkopf“



München/Frankfurt (APA/dpa) - Die Bayern schwächeln, doch vom Meisterschaft-Ziel wird nicht abgerückt: „Nein, im Hinterkopf habe ich immer noch das gesteckte Ziel - wie der gesamte Club auch“, sagte Trainer Niko Kovac vor dem Heim-Pflichtsieg gegen Düsseldorf. Während die Münchner Führungsriege immer energischer die Trendumkehr fordert, will Spitzenreiter Dortmund in Mainz genauso weitermachen.

Mit sieben Punkten Rückstand auf Dortmund gehen die Münchner weit abgehängt in den Jahresendspurt. Den siebenten Meistertitel in Serie will Kovac trotzdem nicht abschreiben. „Davon sind wir noch weit weg. Es ist erst ein Drittel der Saison gespielt.“ Die Töne aus der Führungsetage werden deutlicher. „Ich denke, die Mannschaft und auch der Trainer sind jetzt gefragt, dass wir versuchen, verlorenes Terrain wieder zurückzugewinnen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Er wünsche sich „eine vorweihnachtliche Erfolgsgeschichte“.

Bayern und Dortmund haben unerwartet Rollen getauscht. Spätestens seit dem 3:2-Sieg im direkten Duell vor der Länderspielpause ist aus dem Jäger Dortmund der Gejagte Dortmund geworden. Unter Trainer Lucien Favre hat sich der Revier-Club in Rekordzeit zum Titelanwärter entwickelt, natürlich beginnt nun das große Mahnen.

„Es gibt keinen Grund, von unserer Herangehensweise abzurücken, von Spiel zu Spiel zu denken“, betonte Michael Zorc, der Dortmunder Sportdirektor. In den nächsten 28 Tagen müssen die Schwarz-Gelben gleich acht Spiele absolvieren, das erste steigt am Samstag in Mainz. „Es steht um 15.30 Uhr in Mainz nicht automatisch 2:0 für uns, nur weil wir vorher so gut performt haben. Gerade jetzt, wo wir soviel Lob bekommen, müssen die Antennen noch schärfer sein als in einer englischen Woche.“

Vor den Bayern mit ihren 20 Punkten liegt aber nicht nur der BVB, sondern auch Borussia Mönchengladbach (23, zuhause gegen Hannover), RB Leipzig (22, in Wolfsburg) und Eintracht Frankfurt (20). Adi Hütter versuchte dort vor dem Gastspiel in Augsburg die Euphorie zu dämpfen: „Klar ist das eine Momentaufnahme, die toll aussieht. Aber ich schaue die Tabelle nicht jeden Tag an“, sagte der Vorarlberger Trainer. „Wir schauen auch auf die Mannschaften, die hinter uns stehen und alle nach vorne wollen. Noch schwieriger wird es sein, uns da vorne festzubeißen.“

Die Eintracht hat noch nie in Augsburg gewonnen (drei Unentschieden, drei Niederlagen). Andererseits ist die Begeisterung nach neun Partien in der Bundesliga und in der Europa League ohne Niederlage riesig. Gleich acht davon hat der Pokalsieger auch gewonnen. Nach Lobeshymnen auf das so gefährliche Stürmer-Trio Luka Jovic/Sebastien Haller/Ante Rebic stellte Hütter bei der Pressekonferenz vor dem Spiel die Abwehr in den Vordergrund. „Wir haben in den vergangenen vier Spielen drei Mal zu Null gespielt. Das zeigt schon, dass wir auch in der Defensive momentan gut stehen.“ Die Mannschaft arbeite derzeit in beide Richtungen exzellent. „Deswegen sind wir nicht ganz so einfach zu knacken.“




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