Letztes Update am Fr, 23.11.2018 15:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Saudi-Arabien weist Foltervorwürfe an Aktivisten zurück



Riad (APA/dpa) - Saudi-Arabien hat Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen zurückgewiesen, wonach inhaftierte Aktivisten gefoltert und sexuell belästigt worden sein sollen. Die Vorwürfe seien „gegenstandslos“ und „wilde Behauptungen“, hieß es in einer Mitteilung des saudischen Informationsministeriums am Freitag. Die Anschuldigungen seien „schlicht falsch“.

Sowohl Amnesty International als auch Human Rights Watch (HRW) hatten Anfang der Woche berichtet, dass unter anderem mehrere inhaftierte Frauenrechtsaktivistinnen misshandelt worden seien. Die Organisationen beriefen sich auf verschiedene nicht näher benannte Zeugenaussagen. Ein Aktivist soll demnach bei Verhören an der Zimmerdecke aufgehängt, andere Aktivistinnen sexuell schikaniert worden sein.

Seit Mai hatten die saudischen Behörden mehr als ein Dutzend Frauenrechtsaktivistinnen festgenommen, von denen zumindest einige zwischenzeitlich wieder freigelassen wurden. Die meisten hatten jahrelang für das Recht gekämpft, in dem ultrakonservativen Königreich Auto fahren zu dürfen. Das Frauenfahrverbot war im Juni offiziell aufgehoben worden.




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