Letztes Update am Fr, 23.11.2018 18:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen schließen überwiegend fester



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag überwiegend mit Gewinnen geschlossen. Lange zeigten sich die Leitbörsen am impulsarmen „Black Friday“ jedoch unentschlossen.

Am Tagesende mussten vor allem die Ölwerte in Europa federn lassen und sorgten für ein Minus beim britischen „Footsie“, sowie beim Amsterdamer AEX. Der Ölpreis ist erstmals seit mehr als einem Jahr unter die Marke von 60 Dollar pro Fass gefallen. In London kostete das Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent am Freitagnachmittag kurzzeitig 59,48 Dollar (52,39 Euro).

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann im Lauf des Tages 10,54 Einheiten oder 0,34 Prozent auf 3.137,21 Punkte. Der DAX in Frankfurt beendete den Handelstag mit 11.192,69 Punkten und plus 54,20 Einheiten oder 0,49 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 7,46 Zähler oder 0,11 Prozent und steht nun bei 6.952,86 Stellen.

An der Konjunkturdatenfront standen Einkaufsmanagerindizes auf dem Programm: Die deutsche Wirtschaft hat im November so schwach zugelegt wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister fiel um 1,2 auf 52,2 Punkte. Auch in der Eurozone stehen die Zeichen auf eine Einbremsung des Wachstums. Der Einkaufsmanagerindex - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 0,7 Punkte auf 52,4 Zähler.

Bei den Sektoren in Europa zeigten sich Aktienwerte aus der Öl- wie Rohstoffbranche mit hohen Verlusten. Total und Shell verloren mehr als 3 Prozent, BP verloren 2,4 Prozent.

In London verloren die Aktien des Bergbaukonzerns Fresnillo weitere 6,98 Prozent. Bereits gestern war es zu einem Kursrutsch von über zwölf Prozent gekommen. Die Investmentbank Morgan Stanley hatte am Vortag ein Downgrade aufgrund von regulatorischen Hürden in Mexiko durchgeführt.

Unterdessen setzten sich im FTSE-100 Ocado und Easyjet mit jeweils mehr als plus 4 Prozent an die Spitze. Royal Mail verteuerten sich ebenfalls um mehr als 3 Prozent und lagen damit im Spitzenfeld.

Trotz des Falls von Nissan-CEO Carlos Ghosn aufgrund des Finanzskandals in Japan scheinen die Zeichen der französisch-japanischen Auto-Allianz weiter auf Fortbestand zu stehen. Ghosn ist bei Renault in Frankreich weiter Vorstandschef. Der japanische Hersteller bekannte sich zudem ausdrücklich zum Bündnis mit Renault. In Paris stand die Renault-Aktie mit 2,28 Prozent im Plus.

In Frankfurt stürzten Gea-Papiere ab - die Aktie verlor mehr als 10 Prozent an Wert. 2019 werden sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen laut Gea eintrüben. Zudem rechnet das Maschinenbauunternehmen mit weiter steigenden Material- und Personalkosten.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA460 2018-11-23/18:31




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