Letztes Update am Fr, 23.11.2018 18:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kündigung des Theatervertrags - Petition und Brief an Stadt Linz



Linz (APA) - In der Auseinandersetzung um die bevorstehende Kündigung des Linzer Theatervertrages durch die Stadt hat am Freitag die Theaterseite nachgelegt. In einem Offenen Brief an Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) beschweren sich die Mitarbeiter des Landestheaters und des Brucknerorchesters (TOG). Zudem wurde eine Online-Petition mit dem Titel „#Linzliebtseintheater“ gestartet.

„Die Stadt Linz soll sich weiterhin dazu verpflichten, sich in finanzieller Trägerschaft zum Landestheater Linz und zum Bruckner Orchester Linz als zwei der wichtigsten Kulturträger vor Ort zu bekennen“, ruft das Theater via Internet zur Unterschriftenaktion auf.

In dem Schreiben an den Bürgermeister beklagen die TOG-Mitarbeiter zu allererst, dass sie von Lugers Plänen aus den Medien erfahren mussten. „Ist Ihnen bewusst, was das für uns Angestellte für ein Schock ist? Es geht in der Summe um rund 200 Arbeitsplätze, die wegfallen könnten. Bis zum heutigen Tag wissen wir nicht, ob und wie es für uns weitergehen soll“, heißt es darin wörtlich. Weiters stellen sie sich die Frage, ob es nicht um politisches Machtspiel zwischen der Stadt und dem Land Oberösterreich geht.

Der Theatervertrag regelt, dass die Stadt rund 14 Millionen Euro an die TOG des Landes bezahlt. Dafür überweist das Land rund sieben Millionen an das städtische Ars Electronica Center und die LIVA, die u.a. das Brucknerhaus, den Posthof und die Tips-Arena verantwortet. Linz hat bereits vor längerer Zeit angekündigt, den Theatervertrag überprüfen zu wollen und aus Spargründen eine Kündigung in den Raum gestellt. Laut Landeshauptmann Thomas Stelzer ÖVP), der auch Kulturreferent ist, wäre ein Ausstieg der Stadt frühestens 2020 möglich, weil im Theatervertrag eine einjährige Kündigungsfrist vereinbart sei. Er kündigte noch ein Gespräch an, es gebe bereits einen gemeinsamen Termin.




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