Letztes Update am Sa, 24.11.2018 04:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mutmaßlicher IS-Angriff in Libyen - Mindestens neun Tote



Benghazi (APA/AFP) - Bei einem Angriff auf eine Polizeistation im Südosten Libyens sind am Freitag mindestens neun Sicherheitskräfte getötet worden. Elf weitere Menschen, darunter Zivilisten und ein Polizeichef, seien bei dem Überfall in der Wüstenstadt Tazerbo „entführt“ worden, sagte ein Sprecher der Sicherheitsbehörden. Für den Angriff wird demnach die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich gemacht.

Bisher bekannte sich jedoch niemand zu der Tat. Die Gegend um Tazerbo wird von Kämpfern des libyschen Generals Khalifa Haftar kontrolliert. Bereits im Oktober waren bei einem IS-Angriff auf Einheiten Haftars in der zentralen Kufra-Region mindestens fünf Menschen getötet worden.

Seit dem von der NATO unterstützten Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in Libyen Chaos. Die international anerkannte Regierung ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. IS-Kämpfer haben sich zuletzt in die Wüstenregionen des Landes zurückgezogen.




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