Letztes Update am Sa, 24.11.2018 10:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski: Für schwesterliche Schützenhilfe braucht Schild Slalomsieg



Killington (Vermont) (APA) - Bernadette Schild ist mit dem dritten Rang in Levi und viel Selbstvertrauen als Übergepäck zu den Weltcuprennen in die USA gereist. Im Slalom am Sonntag in Killington (16.00/19.00 Uhr MEZ, live ORF eins) will sie einfach „locker drauflos“ fahren. „So wie ich es in Levi dann auch gemacht habe. Und das, was passiert, passiert.“

Die Salzburgerin stand bisher sieben Mal im Weltcup auf dem Podest, die Frage nach dem noch fehlenden Sieg musste sie schon oft beantworten. „Ich will mir nicht als Ziel setzen, zu gewinnen, weil das passiert. Ich weiß mittlerweile auch, Levi hat mir das noch einmal mehr gezeigt, es ist möglich. Da muss aber auch alles passen“, meinte die 28-Jährige in Killington.

Als Laufbeste nahm Schild im zweiten Durchgang Tagessiegerin Mikaela Shiffrin 0,64 Sekunden ab. „Mika spürt natürlich auch, wenn sie sich die Zeiten anschaut, okay, da kann schon auch einmal was passieren. Also sie wird auch nicht nachgeben“, weiß Schild, dass die US-Amerikanerin sich das so nicht gefallen lassen wird. Schon überhaupt nicht vor ihrem Heimpublikum in Killington. Shiffrin fehlt mit 33 Slalomsiegen im Weltcup nur noch einer auf die Schweizerin Vreni Schneider, um zwei liegt sie hinter der Listen-Ersten Marlies Schild (35). Die jüngere Schild-Schwester könnte also dazu beitragen, dass die ältere die Bestmarke noch länger behält.

Der Hang in Killington liegt auch Schild, im Vorjahr hatte sie als Dritte auf Siegerin Shiffrin aber trotzdem 2,67 Sekunden Rückstand. „Ich mag den Hang gern, oben ist er ein bisschen flacher, aber nichts im Vergleich zu Levi. Und dann geht es eigentlich lange bergab, das habe ich letztes Jahr eigentlich schon ganz gut hingekriegt und bin auch auf das Podest gefahren. Er ist nicht einfach, der Hang, das wissen wir mittlerweile, aber eigentlich mag ich das sehr gern.“

Schild hat von der vergangenen auf die aktuelle Saison einen Schritt nach vor gemacht. „Ich glaube, der Unterschied ist der, dass ich sehr stabil Gas geben kann. Ich mache im Training auf einem höheren Niveau mehr Läufe. Letztes Jahr war es oft so, dass ich im Training einen sehr guten Lauf gehabt habe. Wenn ich mir heuer vornehme, ich mache vier rennmäßige Läufe, dann passieren die auch.“ Erzwingen könne man diese Läufe aber nicht. „Und deswegen nicht zu viel drüber reden“, meinte Schild.

Auch Katharina Gallhuber ist mit Platz sieben in Finnland vielversprechend in die Slalomsaison gestartet. „Levi hat echt gut funktioniert. Ich war gut dabei, das ist positiv. Ich fühle mich sehr wohl, das habe ich schon bewiesen“, meinte die Olympia-Dritte. An Killington habe sie sehr gute Erinnerungen. „Hier hat es im Vorjahr erst so richtig zu funktionieren angefangen, da bin ich das erste Mal in die Top Ten gefahren, das war sicher so etwas wie der Schlüssel zum Erfolg, ab diesem Zeitpunkt habe ich es mir zugetraut, ganz vorne mitzufahren.“

Schild sei momentan der interne Maßstab, sagte die Niederösterreicherin, der geschlossen starke Auftakt und vielversprechende Trainingsleistungen sorgen aber für gute Laune in der gesamten Mannschaft. „Bernie gibt ein bisschen den Ton an. Wir pushen uns im Training gegenseitig und sind auch in den Rennen sehr gut dabei, das bringt Ruhe hinein.“




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