Letztes Update am Sa, 24.11.2018 22:11

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kramp-Karrenbauer wirft Merz „Schlag ins Gesicht der CDU“ vor



Frankfurt am Main (APA/AFP) - Im Kampf um den CDU-Vorsitz hat CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer ihren Mitbewerber Friedrich Merz für den Vorwurf kritisiert, die CDU sei dem Aufstieg der AfD gleichgültig begegnet. In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ warnte sie zugleich davor, den Kampf gegen die Rechtspopulisten zu unterschätzen.

„Jetzt so zu tun, als könne man einfach nur etwas Bestimmtes sagen oder beschließen und schon sei der Kampf gegen die AfD gewonnen, ist naiv“, sagte sie an die Adresse von Merz. Dieser hatte im Deutschlandfunk gesagt, die CDU habe die Wahlergebnisse der AfD in Bund und Ländern mit einem „Achselzucken“ zur Kenntnis genommen.

„Solche Behauptungen sind ein Schlag ins Gesicht für alle in der CDU, die vor Ort und in den Parlamenten seit Jahren gegen ständige Falschinformationen, gegen gezielte Vergiftungen des politischen Klimas, gegen Anfeindungen sowie gegen in Teilen offene Hetze durch die AfD kämpfen und Tag für Tag in der CDU Haltung zeigen“, sagte Kramp-Karrenbauer. „Das verkennt alle, die in den extrem harten Wahlkämpfen der letzten Jahre um jede Stimme für die CDU und gegen die AfD gekämpft haben.“

Neben Kramp-Karrenbauer und dem früheren Unions-Fraktionschef Merz bewirbt sich auch Gesundheitsminister Jens Spahn um den CDU-Parteivorsitz. In den Umfragen liegt die derzeitige Generalsekretärin bei den Unionsanhängern deutlich in Führung. Bei Auftritten vor den beim Parteitag am 7. Dezember stimmberechtigten Funktionären ist aber Berichten zufolge Merz am besten angekommen. Spahn werden kaum Chancen gegeben.

Das Trio bewirbt sich um die Nachfolge der seit 18 Jahren amtierenden CDU-Chefin Angela Merkel, die aber noch bis zum Jahr 2021 deutsche Kanzlerin bleiben will.




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