Letztes Update am Mi, 05.12.2018 00:17

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Jemenitische Rebellen zu Friedensgesprächen in Schweden eingetroffen



Stockholm/Sanaa (APA/AFP) - Eine Delegation der Houthi-Rebellen ist zu Friedensverhandlungen mit Vertretern der jemenitischen Regierung in Schweden eingetroffen. Die Rebellen landeten am Dienstagabend in Begleitung von UNO-Sondervermittler Martin Griffiths in Stockholm, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Die Regierungsdelegation soll am Mittwoch nach Schweden reisen.

Der Beginn der Verhandlungen wird für Donnerstag erwartet. Die USA bezeichneten die geplanten Gespräche als „notwendigen und entscheidenden ersten Schritt“ zur Beendigung des Bürgerkriegs im Jemen. Das Außenministerium in Washington rief die Konfliktparteien auf, alle Kampfhandlungen einzustellen.

Vor dem Abflug nach Schweden hatten sich die Rebellen mit der Regierung auf zwei „vertrauensbildende Maßnahmen“ geeinigt: 50 verletzte Houthi-Kämpfer wurden in das neutrale Sultanat Oman ausgeflogen, außerdem verständigten sich die beiden Konfliktparteien auf den Austausch Hunderter Gefangener. Organisiert werden soll der Gefangenenaustausch von einer gemeinsamen Kommission von Regierung und Rebellen, die vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) unterstützt wird.

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Bürgerkrieg, in dem nach UNO-Angaben bereits etwa 10.000 Menschen getötet wurden, unter ihnen tausende Zivilisten. Nach Einschätzung der UNO handelt es sich um die schwerste humanitäre Krise weltweit.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA001 2018-12-05/00:15




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