Letztes Update am Do, 06.12.2018 08:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kuba verzichtet teilweise auf Regelverschärfungen für Privatsektor



Havanna (APA/AFP) - Die kubanische Regierung verzichtet teilweise auf geplante Regelverschärfungen für den Privatsektor. Arbeitsministerin Margarita Gonzalez räumte am Mittwoch ein, dass die 20 im Juli veröffentlichten Gesetze bei Privatunternehmern Sorgen ausgelöst hätten. Einige der Gesetze, die am Freitag in Kraft treten sollen, würden deswegen abgeändert.

So werde eine besonders umstrittene Vorschrift aufgegeben, wonach pro Person und pro Gastbetrieb nur eine Lizenz für eine Aktivität vergeben wird. Theoretisch hätte damit in einem Restaurant kein Barbereich oder in einem Gästehaus kein Essen angeboten werden dürfen. Auch eine Beschränkung auf 50 Sitzplätze pro Restaurant wird zurückgezogen.

Wirtschaftsexperten hatten die Regelverschärfungen als Bedrohung für die Ausweitung des Privatsektors in dem sozialistischen Karibikstaat eingestuft. Nach Regierungsangaben ist die Zahl der im Privatsektor beschäftigten Menschen in Kuba seit 2010 von 157.000 auf 588.000 angewachsen. Das entspricht 13 Prozent der berufstätigen Bevölkerung. Kuba hat sich seit 2008 schrittweise für die Marktwirtschaft geöffnet und Privatbesitz sowie ausländische Investitionen zugelassen.




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