Letztes Update am Do, 06.12.2018 20:14

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ausschreitungen bei Schülerdemonstrationen in Griechenland



Athen (APA/dpa) - Zehn Jahre nach dem Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel sind am Donnerstag in zahlreichen Städten Griechenlands Schüler auf die Straße gegangen. Parallel demonstrierten die Jugendlichen gegen Arbeits- und Perspektivlosigkeit. In Athen und der Hafenstadt Thessaloniki kam es am Abend zu Ausschreitungen.

Autonome schleuderten Dutzende Brandflaschen auf die Polizei. Zudem errichteten sie Barrikaden mit Müllcontainern und anderen Gegenständen vor dem Polytechnikum von Athen und vor der Universität von Thessaloniki, wie der Staatsrundfunk (ERT) weiter berichtete.

Die Polizei setzte massiv Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben, wie Reporter vor Ort berichteten. Autonome versuchen immer wieder, beim Jahrestag des Todes des damals 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos Athen ins Chaos zu stürzen. Nach den tödlichen Schüßen war die griechische Hauptstadt im Dezember 2008 von einer beispiellosen Welle der Gewalt erfasst worden. Randalierer zerstörten Geschäfte in Athen und anderen Städten. Die Schäden gingen nach Schätzungen der Regierung damals in die dreistellige Millionenhöhe. Im Oktober 2010 wurde der Schütze zu lebenslanger Haft verurteilt.




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