Letztes Update am Do, 06.12.2018 22:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen



New York (APA) - Die US-Börsen haben am Donnerstag ihre schweren Verlaufsverluste im Späthandel noch eingedämmt und sind mehrheitlich mit nur leichten Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones fiel um 0,32 Prozent auf 24.947,67 Einheiten. In der Spitze hatte er zwischenzeitlich um über drei Prozent nachgegeben.

Der S&P-500 beendete den Handelstag um 0,15 Prozent tiefer bei 2.695,95 Zählern. Der technologielastige Nasdaq Composite drehte sogar ins Plus und stieg um 0,42 Prozent auf 7.188,26 Zähler.

Zunächst hatten die New Yorker Aktienindizes noch an ihre deutlichen Abschläge vom Dienstag angeknüpft. Am Mittwoch war in Gedenken an den kürzlich verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George H.W. Bush nicht gehandelt worden.

Für schlechte Stimmung hatte im Frühhandel dann vor allem die Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Telekomkonzerns Huawei in Kanada gesorgt. Die USA fordern ihre Auslieferung. Dies könnte die wegen des Handelsstreits ohnehin schon angespannten Beziehungen zwischen den USA und China weiter belasten, fürchten die Marktteilnehmer nun. Eine Beilegung des Streits würde damit unwahrscheinlicher.

Am vergangenen Wochenende hatte es beim G-20-Gipfel in Buenos Aires noch Entspannungssignale gegeben. US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping hatten sich unter anderem darauf geeinigt, keine weiteren Zölle einzuführen.

Im Dow Jones nahmen IT-Titel die Spitzenplätze ein. Die Aktien von Cisco waren mit einem Plus von 2,2 Prozent die größten Gewinner. Auch IBM (plus 1,8 Prozent) und Intel (plus 1,3 Prozent) legten deutlich zu.

Im S&P-500 fuhren unter anderem Amazon (plus 1,9 Prozent), Alphabet (plus 1,5 Prozent) und Netflix (plus 2,7 Prozent) klare Kursgewinne ein.

Sehr schwach zeigten sich dagegen Finanztitel. Hier stachen die Aktien der Citigroup mit einem Minus von 3,5 Prozent hervor. Finanzchef John Gerspach hatte am Vorabend gesagt, dass die Bank ihr Rentabilitätsziel für 2018 wegen rückläufiger Erträge im vierten Quartal verfehlen könnte.

Andere Bankaktien verzeichneten ebenfalls klare Abschläge. So büßten etwa die Papiere der Bank of America 2,7 Prozent ein und die Aktien von JPMorgan Chase gaben um knapp zwei Prozent nach.

Daneben gehörten Ölaktien zu den größten Verlierern. Hier verzeichneten die Anteilsscheine von Halliburton ein Minus von 5,3 Prozent und Apache verloren 3,3 Prozent. Der US-Ölpreis lag am späten Abend über zwei Prozent im Minus.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA569 2018-12-06/22:21




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