Letztes Update am Fr, 07.12.2018 01:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hilfswerk: Kinderrechtsaktivisten in vielen Ländern unter Druck



Berlin (APA/dpa) - Das internationale Kinderhilfswerk Terre des Hommes beklagt zunehmende Angriffe gegen Aktivisten, die sich für die Rechte von Kindern einsetzen. „Wir erleben in immer mehr Projektländern, wie Regierungen gegen Menschenrechtler hetzen und auch vor Kindern nicht haltmachen“, sagte der Vorstandssprecher von Terre des Hommes Deutschland, Albert Recknagel, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag).

Besorgniserregend sei die Entwicklung vor allem „in den Projektländern Nicaragua, Brasilien, Kolumbien, Myanmar, den Philippinen, Indien und Kambodscha“. Das Muster sei immer dasselbe: „Zunächst schüchtern Politiker ein und bezeichnen Kinderrechtler als Kriminelle, als Drogendealer, als Banditen. Dieser Verleumdung folgen dann konkrete Drohungen.“

Auch würden die Spielräume für die Mitarbeiter der Organisation an Ort und Stelle in den betreffenden Ländern enger, beispielsweise durch bürokratische Schikanen, sagte Recknagel weiter.

Terre des Hommes unterstützt weltweit Kinder, die sich gegen Gewalt und Ausbeutung wehren. Sie protestieren zum Beispiel gegen die Prügelstrafe in Schulen oder gründen Jugendklubs, um der Gewalt krimineller Banden etwas entgegenzusetzen. „Regierungen haben die Pflicht, Kinder zu schützen, die sich für ihre Rechte engagieren“, sagte Recknagel, der sich anlässlich des 70. Jahrestags der UNO-Menschenrechtserklärung am 10. Dezember äußerte.




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