Letztes Update am Fr, 07.12.2018 05:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ausschreitungen bei Demonstrationen in Griechenland - Drei Verletzte



Athen (APA/dpa) - Zehn Jahre nach dem Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel ist es in der Nacht auf Freitag zu Ausschreitungen in Athen und anderen Städten Griechenlands gekommen. Wie die Behörden mitteilten, wurden dabei mindestens drei Menschen leicht verletzt. Zudem seien 13 Randalierer festgenommen worden, berichtete das Staatsfernsehen (ERT) unter Berufung auf die Polizei weiter.

Zu Krawallen kam es auch in den Hafenstädten Thessaloniki, Volos und Patras, wie das Fernsehen zeigte. Die Lage habe sich am frühen Freitagmorgen beruhigt, berichteten Reporter.

Die schwersten Ausschreitungen gab es im Autonomenviertel Exarchia von Athen. Autonome schleuderten Hunderte Brandflaschen auf die Polizei. Zudem errichteten sie Barrikaden mit Müllcontainern und anderen Gegenständen. Die Polizei setzte massiv Tränengas, Blendgranaten und Wasserwerfer ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben, wie Reporter am Ort des Geschehens berichteten. Vorangegangen waren friedliche Demonstrationen von Jugendlichen. Sie erinnerten an den Tod des Jugendlichen und demonstrierten gegen Arbeits- und Perspektivlosigkeit.

Autonome versuchen immer wieder, zum Jahrestag des Todes des damals 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos Athen ins Chaos zu stürzen. Nach den tödlichen Schüssen war die griechische Hauptstadt im Dezember 2008 von einer beispiellosen Welle der Gewalt erfasst worden. Die Schäden gingen nach Schätzungen der Regierung damals in die dreistellige Millionenhöhe. Im Oktober 2010 wurde der Schütze zu lebenslanger Haft verurteilt.




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