Letztes Update am Fr, 07.12.2018 10:07

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen legen deutlich zu



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitindizes konnten am Freitagvormittag klar zulegen. Es sieht damit nach einem versöhnlichen Wochenabschluss aus - noch am Vortag hatte es für die Leitbörsen weltweit herbe Verluste gesetzt - in Frankfurt, Paris und London hatten die Leitindizes über 3 Prozent an Wert verloren.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit plus 1,02 Prozent oder 31,05 Punkte bei 3.076,99 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,78 Prozent oder 84,22 Zähler auf 10.895,20 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 1,57 Prozent oder 104,95 Einheiten auf 6.809,00 Punkte.

An der Konjunkturdatenfront stehen heute in den USA am Nachmittag der aktuelle Arbeitsmarktbericht für den Monat November auf der Agenda. Analysten erwarten dabei einen Stellenaufbau um knapp 200.000. Die deutschen Unternehmen haben unterdessen ihre Produktion im Oktober überraschend heruntergefahren. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen um 0,5 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das deutsche Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten hingegen einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet.

Bei den Einzelwerten im britischen Leitindex waren am Vormittag gar nur zwei Werte in der Verlustzone. So verloren AB Foods um 2,34 Prozent und Shire etwas mehr als eineinhalb Prozent. An der Spitze lagen unterdessen die Papiere des Einzelhandelsriesen Tesco mit einem Plus von mehr als viereinhalb Prozent.

Im Leitindex der Eurozone stiegen Aktien des finnischen Netzwerkausrüsters Nokia mit mehr als 5 Prozent Plus an die Spitze. Dem chinesischen Konkurrenten Huawei schlug hingegen zuletzt mehr und mehr Wind entgegen. Die japanische Regierung will Insidern zufolge keine Lieferverträge mehr mit Huawei abschließen. Am Vortag erst war bekannt geworden, dass zudem die Finanzchefin von Huawei in Kanada festgenommen worden sei. Die USA würde aufgrund von Verstößen gegen die Iran-Sanktionen ihre Auslieferung fordern, hieß es aus Medienberichten.

Hauptverlierer waren in Deutschland Fresenius-Papiere, die fast um 10 Prozent absackten. Fresenius hatte zuvor wegen Gegendwinds im laufenden Geschäft und hohen Investitionen im kommenden Jahr seine Mittelfristziele gekappt. Unternehmenschef Stephan Sturm sprach in einer Telefonkonferenz am Freitagmorgen von einem Übergangsjahr 2019 für den Konzern.

Im weit gefassten Euro-Stoxx-Index fielen Aktien des finnischen Forstkonzerns Stora Enso um mehr als 3 Prozent und lagen damit unter den Hauptverlierern im frühen Handel.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA124 2018-12-07/10:04




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