Letztes Update am Fr, 07.12.2018 10:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Aquarius“-Einsatz im Mittelmeer: Salvini zufrieden



Rom (APA) - Italiens Innenminister Matteo Salvini weist Kritik zurück, nachdem die Hilfsorganisation SOS Mediterranee das Ende des Einsatzes des Flüchtlingsrettungsschiff „Aquarius“ im Mittelmeer angekündigt hat. „Weniger Migrantenabfahrten, weniger Landungen und weniger Tote. Weiter so“, schrieb Salvini auf Facebook am Freitag.

In den ersten sechs Monaten Amtszeit der Regierung Conte ist die Zahl der über das Mittelmeer eingetroffenen Migranten stark rückgängig. Zwischen 1. Juni und 30. November 2018 seien 9581 Migranten angekommen, das sind 83 Prozent weniger gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017, geht aus Angaben des Innenministeriums in Rom hervor. Die Zahl der aus Libyen eingetroffenen Migranten ist sogar um 92 Prozent gesunken.

49.636 Asylanträge wurden 2018 in Italien eingereicht, 60 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. 86.446 Asylanträge wurden geprüft. In 7 Prozent der Fälle sei den Migranten Flüchtlingsstatus gewährt worden, in 23 Prozent der Fälle humanitärer Schutz. 66 Prozent der Asylanträge wurden abgelehnt.

In den vergangenen sechs Monaten wurden 2774 Migranten, die sich illegal in Italien aufhielten, in ihre Heimat abgeschoben. 32 Prozent von ihnen wurden nach Tunesien, 21 Prozent nach Albanien und 13 Prozent nach Marokko zurückgeführt, verlautete es aus dem Innenministerium in Rom. 523 Ausländer seien freiwillig mit der Unterstützung des Innenministeriums in ihre Heimat zurückgekehrt, das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Rahmen des EU-Umverteilungsabkommens wurden bisher 12.723 Migranten von Italien auf andere EU-Länder umverteilt.




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