Letztes Update am Fr, 07.12.2018 11:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rohstoffe (11.00) - Brent-Ölpreis vor OPEC-Entscheid tiefer



Wien (APA) - Im Vorfeld der heute startenden zweiten Runde der OPEC-Sitzung hat sich der Brent-Ölpreis am Freitagvormittag mit tieferen Notierungen gezeigt. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen 11.00 Uhr in London bei 59,41 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag notierte der Brent-Future zuletzt bei 60,06 Dollar.

Mit Spannung warten die Anleger auf die heutige Besprechung der OPEC+, bei der aller Voraussicht nach eine Produktionskürzung beschlossen werden soll. Die 15 OPEC-Staaten verständigten sich bereits am Donnerstag generell auf eine Kürzung, blieb jedoch konkrete Zahlen schuldig, schreiben die Analysten der Commerzbank. Die zweite Runde der Sitzung startet heute um 12.00 Uhr.

Dem Vernehmen nach steht und fällt das gemeinsam Vorhaben mit einer Beteiligung Russlands, das als OPEC+-Staat erst heute an den Beratungen teilnimmt. Russland dürfte grundsätzlich nichts gegen eine geringere Rohölförderung einzuwenden haben, der Vorschlag des Landes einer Kürzung der russischen Produktion um 150.000 Barrel pro Tag reiche der OPEC jedoch nicht aus, so die Commerzbank-Experten. Hintergrund der Debatte ist der Preiseinbruch am Rohölmarkt, der seit Anfang Oktober 30 Prozent beträgt.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Donnerstag auf 58,79 Dollar pro Barrel gefallen. Am Mittwoch hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 60,08 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich vor den heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktdaten für November mit etwas höherer Tendenz. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.239,74 Dollar (nach 1.237,30 Dollar im Nachmittags-Fixing am Donnerstag) gehandelt.

Am gestrigen Donnerstag konnte das Edelmetall noch auf bis zu 1.244 Dollar steigen, nachdem der ADP-Arbeitsmarktbericht aus den USA etwas schlechter als erwartet ausgefallen war und damit den US-Dollar nach unten gedrückt hatte.




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